Vollmilch statt Magermilch gegen Akne

By | 22. Juni 2016

Seit Jahren streiten Experten darüber, ob Milch gesund oder doch schädlich ist. Neuere Untersuchungen haben jedoch wieder die Milch-Freunde begeistern lassen. So haben neue Untersuchungen gezeigt, dass Milchprodukte mehr positive Eigenschaften mit sich bringen, als zu Beginn vermutet wurde.

Denn eine Studie hat ergeben, dass Teenager, die mit einer unreinen Haut zu kämpfen haben, vorwiegend mehr Magermilch als jene Jugendliche trinken, die kein Problem mit ihrer Haut und somit keine Akne haben. Jugendliche, die der fetten Vollmilch vertrauen, kennen Mitesser und Pickel nur aus den Gesicht ihrer gleichaltrigen Freunde, die Magermilch trinken.

Milch-Freunde atmen auf – Milch ist gesund

Seit Jahrzehnten gilt Milch als gesundes Naturprodukt. Milch stärkt die Zähne und die Knochen, versorgt den Körper mit Kalzium und Vitaminen und ist – auf Grund aller dieser Eigenschaften – gesund. Doch in den letzten Jahren gab es immer wieder Studien, die auch die Schattenseiten des Milchkonsums beleuchteten. So soll Milch Asthma begünstigen.

Doch neue Untersuchungen haben wieder für Freude bei den Milch-Fans gesorgt. Milch ist – und das sagt auch die neueste Studie – gesund. So haben Forscher im „Circulation„, einem Fachmagazin, davon berichtet, dass vor allem Milch, die einen hohen Fettanteil besitzt, das Risiko von Diabetes mellitus verringert.

Vollmilch ist auch nachweislich besser als Magermilch. Amerikanische Wissenschaftler haben im Zuge einer neuen Studie herausgefunden, dass es Zusammenhänge zwischen einer entrahmten Milch und dem Akne-Problem gibt.

Begünstigt Magermilch Akne?

Jugendliche, Pickel und Mitesser – das gehört zusammen und stellt in der Pubertät keine außergewöhnliche Erscheinung dar. Seit Jahren (oder besser gesagt: seit Jahrzehnten) suchen Mediziner den Grund der unreinen Haut. Falsche Ernährung oder Stress waren immer ein Thema. Vor allem die falsche Ernährung scheint sich zu bewahrheiten; die letzte Studie aus den USA zeigt, dass Magermilch durchaus Akne begünstigt.

Andrea Zaenglein und ihr Team, allesamt an dem State College of Medicine in Hershey, Pennsylvania, beschäftigt, sollen herausgefunden haben, dass Jugendliche, die von Akne betroffen sind, mehr Magermilch als jene Jugendliche trinken, die scheinbar keine Probleme mit Mitesser und Pickel haben.

Die Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass das Pickelrisiko gesenkt werden kann, wenn Jugendliche auf Magermilch verzichten, dafür aber auf die Vollmilch zurückgreifen.

Noch keine Ernährungskonzepte vorhanden

Im „Journal of the American Academy of Dermatology“ haben die Wissenschaftler die Studienergebnisse präsentiert. Dabei spielt es, so das Team, keine Rolle, wie hoch die tägliche Kalorienzufuhr ist oder welchen Gesamtfettgehalt die Nahrung hat.

Am Ende sei es die Magermilch, die durchaus Akne begünstigt. Welche Ernährung aber bei bereits betroffenen Aknepatienten zum Erfolg führt, konnten die Wissenschaftler nicht beantworten.

Es müsse erst im Zuge weiterer Tests geklärt werden, ob der Verzicht von Magermilch und dem Trinken der Vollmilch dazu führe, dass sich die Hautprobleme bessern.

Die Studie im Detail

Im Rahmen der Studie wurden 120 männliche sowie weibliche Probanden ausgewählt. Dabei handelte es sich um Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren, die regelmäßig Milch tranken. Alle Befragten litten unter einer mäßig ausgeprägten Akne. Als Vergleich wurden 105 Probanden desselben Alters, jedoch ohne Hautprobleme, gefragt, wie ihr Milchkonsum sei.

Von den Untersuchungen waren Personen mit einer Laktoseintoleranz (sogenannte Milchzuckerunverträglichkeit) und Veganer ausgenommen; auch Jugendliche, die schon einmal wegen einer Essstörung in ärztlicher Behandlung waren, wurden nicht in die Studie aufgenommen. Im Rahmen der Studie wurden auf das Alter, den Body-Mass-Index (BMI) sowie das Geschlecht Rücksicht genommen.

Weitere Studienergebnisse sollen die ersten Erkenntnisse festigen

Die durchschnittlichen Werte der täglichen Aufnahme von Proteinen, Fetten und Kohlenhydraten waren – so die Wissenschaftler – beinahe ident.

Auch der Konsum der Vollmilch sowie fettarmen Milch war ähnlich; auch beim Konsum etwaiger Milchprodukte wie Käse oder Joghurt gab es keine gravierenden Unterschiede. Auch bei der Aufnahme von gesättigten sowie Trans-Fettsäuren gab es keine wesentlichen Unterschiede.

Jedoch zeigte sich, dass die Jugendlichen, die unter Akne litten, vermehrt Milch und auch Milchprodukte konsumierten, die stark fettreduziert waren. Auch wenn das Ergebnis der Studie darauf schließen lässt, dass fettreduzierte Milch durchaus das Akne-Problem begünstigt, konnten noch keine Schlussfolgerungen gezogen werden, ob dies auch tatsächlich der Realität entspricht.

Die amerikanischen Forscher haben des Weiteren auch darauf hingewiesen, weitere Studien in Auftrag zu geben und die Ergebnisse zeitnah zu präsentieren. Dabei wollen die Forscher auch etwaige Ernährungskonzepte für Jugendliche mit Akne vorstellen.

Studie Qulle: http://www.jaad.org/article/S0190-9622%2816%2930131-1/fulltext

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