Stress und Akne – Ein gefährlicher Teufelskreis

Stress und Akne - Es droht ein gefährlicher TeufelskreisDas Hautbild und die Psyche stehen im direkten Zusammenhang – so viel weiß man heutzutage. Wissenschaftliche Studien haben in den letzten Jahren gezeigt, dass psychischer Stress indirekt zu Pickeln führen kann. Der Grund: Der antibakterielle Schutzschild der Haut wird reduziert, sodass Bakterien leichtes Spiel haben.

Das Alter spielt bei Stress-Akne grundsätzlich keine große Rolle, jedoch werden insbesondere junge Erwachsene besonders häufig vom Stress der Berufswelt überfordert. Außerdem leiden vor allem Frauen unter stressinduzierter Akne, da der weibliche Organismus besonders empfindlich auf die männlichen Sexualhormone reagiert, die bei Stress unter anderem ausgeschüttet werden (dazu später mehr).

Ursachen von Stress-Akne

Stress bzw. eine starke psychische Belastung führt in unserem Organismus direkt zur Ausschüttung verschiedener Hormone. Dazu gehören beispielsweise die Stresshormone Adrenalin und Cortisol, aber auch das männliche Sexualhormon Testosteron. Letzteres führt dazu, dass die Talgproduktion der Gesichtshaut massiv angeregt wird. Das gilt vor allem für Frauen. Die Poren verstopfen nach und nach – es entstehen Mitesser. Platzen diese Mitesser aufgrund des Überdrucks auf, können Bakterien eindringen und führen dabei zu Entzündungen. Es kommt zur Entstehung von Pickeln.

Die Anregung der Talgproduktion durch Androgene stellt jedoch nur eine Ursache dar. Zusätzlich wird der antibakterielle Schutzschild durch die Hormonausschüttung geschwächt. Die Konzentration des natürlichen Antibiotikums auf der Hautoberfläche schwindet. Aus diesem Grund haben Bakterien leichtes Spiel in die offenen Wunden der aufgeplatzten Mitesser einzudringen, bevor sie vom Schutzschild der Haut abgetötet werden können.

Diese Beobachtungen wurden durch Laborversuche mit Mäusen bestätigt. Zudem hat man in einer weiteren Studie herausgefunden, dass die Gabe von Substanzen, die Stresshormone im Organismus blockieren, zu einer reineren Haut mit weniger Pickeln führt.

Stress ist kein alleiniger Auslöser von Akne

In der Berufswelt leidet der Großteil aller Menschen unter Stress und regelmäßiger psychische Belastung. Jedoch leiden bei Weitem nicht alle Berufstätigen unter Pickeln und Akne. Das zeigt, dass andere Faktoren ebenfalls eine wichtige Rolle spielen und als Multiplikatoren für die Entstehung von Akne fungieren.

Dazu zählen beispielsweise die genetische Tendenz zu Akne, eine falsche bzw. ungesunde Ernährung, viel Zucker (diesen Punkt erwähnen wir noch einmal separat, da wir Ihn für besonders wichtig halten) und wenig Bewegung.

Behandlung von stressinduzierter Akne

Bei der Behandlung von Akne, die durch Stress hervorgerufen wird, ist vor allem eines wichtig: Die mentale Belastung und den Stress im Alltag auszuschalten bzw. zu reduzieren. Auf diese Weise verschwinden die Pickel fast von alleine, wenn man sich an gewisse Spielregeln hält.

  • Gesunde, naturbelassene und ausgewogene Ernährung
  • Ausgleich zum Job schaffen (Meditation, autogenes Training, Yoga)
  • Sport
  • Wenig Kosmetik

Idealerweise wendet man sich bei Akne zuallererst an einen Dermatologen. Dieser stellt daraufhin eine zuverlässige Diagnose, wodurch die Pickel überhaupt verursacht werden, und berät den Patienten danach bezüglich der idealen Behandlungsmethode.

Teufelskreis unbedingt verhindern

Die Behandlung von Akne ist vor allem deshalb so wichtig, weil die Wahrscheinlichkeit bei stressinduzierter Akne relativ hoch ist, dass die Stress-Akne zu weiterem Stress führt. Pickel und die psychische Belastung peitschen sich gegenseitig hoch, sodass das Risiko besteht, sich aufgrund dessen in soziale Isolation zu begeben oder den Kummer mit Essen zu behandeln. Letztere Möglichkeit kann natürlich zu weiterem Stress und somit zu weiteren Pickeln führen.