Ernährung bei Akne: Darauf sollten Sie achten!

Ernährung bei Akne: Auf diese Lebensmittel sollten Sie verzichten!Der Einfluss der Ernährung auf das Hautbild ist – wie man heutzutage weiß – nicht unerheblich. Der Konsum von raffiniertem Industriezucker und bestimmten Milchproteinen löst hormonelle Veränderungen im Körper aus, die wiederum zur Entstehung von Akne führen können. Nichtsdestotrotz ist der Zusammenhang zwischen der Ernährung und dem Hautbild bis heute nur relativ vage erforscht.

Dennoch präsentieren wir Ihnen im folgenden Artikel die Erkenntnisse, die man bisher über den Einfluss der Ernährung bei Akne sammeln konnte. Hier erfahren Sie außerdem, auf welche Lebensmittel Sie fortan unbedingt verzichten sollten, wenn Sie unter Akne leiden.

Der größte Feind bei Akne: Zucker

Raffinierter Industriezucker (auch: weißer Zucker) steht nicht nur in Bezug auf seinen Einfluss auf das Hautbild in der Kritik, sondern ist auch ansonsten dafür bekannt, sich negativ auf die Gesundheit des Konsumenten auszuwirken.

Der Grund: Zucker treibt den Blutzuckerspiegel innerhalb kürzester Zeit in die Höhe und lässt ihn genauso schnell wieder absinken. Es kommt zur Ausschüttung des Hormons Insulin, das dafür sorgt, dass der Zucker aus dem Blut an die Zellen des Körpers übergeben wird, damit diese ihn als Energielieferanten nutzen können. Nach der Talfahrt des Blutzuckerspiegels haben wir meist noch mehr Hunger als zuvor.

Wirklich problematisch ist in diesem Zusammenhang die gleichzeitige Ausschüttung von männlichen Sexualhormonen (sogenannten Androgenen). Diese führen zu einer Talgüberproduktion, die wiederum dazu führt, dass die Gesichtsporen innerhalb kürzester Zeit verstopfen und somit Mitesser entstehen. Diese platzen im Laufe der Zeit auf und kommen dadurch in Kontakt mit Bakterien – es entstehen Pickel.

Grundsätzlich sollten deshalb alle Lebensmittel gemieden werden, die Industriezucker enthalten. Solche Lebensmittel, die allesamt einen hohen glykämischen Index aufweisen, lassen den Blutzuckerspiegel Achterbahn fahren und bringen dadurch den Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht.

Wer es gerne süß mag, der sollte stattdessen auf naturbelassene Produkte zurückgreifen – beispielsweise auf Honig und Fructose. Hierbei handelt es sich zwar ebenfalls um Zucker, allerdings mit deutlich geringeren schädlichen Einflüssen auf den Organismus.

Milch: Nicht für den Menschen gedacht

Neben Zucker ist auch Milch dafür bekannt, das Hautbild negativ zu verändern. Der Grund: Milch ist nicht für den Menschen, sondern für Kälber gedacht, die sich im Wachstum befinden. Folglich enthält Milch Wachstumshormone, die den Hormonhaushalt des Menschen aus dem Gleichgewicht bringen können. Auf diese Weise kann es zur Entstehung von Pickeln kommen.

Ebenfalls von Experten kritisch betrachtet wird das enthaltene Kasein. Der Einfluss des Kaseins auf das Hautbild ist aktuell jedoch noch nicht vernünftig erforscht worden, weshalb wir uns mit konkreten Aussagen aktuell noch zurückhalten.

Diese Aussagen gelten übrigens nicht nur für Milch, sondern für sämtliche Milchprodukte. Darunter fallen beispielsweise auch Quark, Sahne und Käse. Gesunde Alternativen für Kuhmilch stellen beispielsweise Mandelmilch und Sojamilch dar.

Schokolade: Zu Unrecht verdächtigt?

Kindern wird oftmals erzählt, dass sie von zu viel Schokolade Pickel bekommen. Hierbei handelt es sich jedoch um eine Halbwahrheit. Schokolade ist nicht per se das Problem, sondern der enthaltene Zucker. Eine wissenschaftliche Studie aus dem Jahre 1969 hat gezeigt, dass Kakao keinen direkten Einfluss auf die Entstehung von Pickeln hat.

Um gleichzeitig Schokolade genießen zu können und Zucker aus dem Weg zu gehen, empfehlen wir den Verzehr von möglichst dunkler Schokolade. Diese schmeckt vielen Menschen aufgrund der geringeren Zuckerkonzentration zwar nicht so gut, allerdings ist sie in Bezug auf das Hautbild deutlich unproblematischer.

Ernährung bei Akne: Welche Lebensmittel darf man essen?

Grundsätzlich sollte man sich ganz einfach gesund und ausgewogen ernähren. Die Lebensmittel sollten so naturbelassen wie möglich und möglichst wenig verarbeitet sein. Problematisch sind nicht nur die beigefügten Chemikalien, sondern auch versteckter Zucker, den man auf den ersten Blick nicht erwarten würde.

Empfehlenswert sind hingegen Vollkornprodukte, Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch. Auf Zucker, Milch und Fertigprodukte sollte man hingegen verzichten.

Tipp: Geduld haben!

Zum Ende hin möchten wir Ihnen noch einen wertvollen Tipp mit an die Hand geben: Haben Sie Geduld! Die Haut reagiert häufig erst ein bis zwei Tage später auf die zugeführten Lebensmittel. Wer am ersten Tag viel Zucker zu sich nimmt, der wird vermutlich erst am dritten Tag mit den Konsequenzen für die Haut leben müssen.

Wer sich hingegen von Zucker und Milch abwendet, der muss in den meisten Fällen einige Wochen Geduld haben. Wenn der Körper auf Zuckerentzug gesetzt wird, benötigt die Haut eine recht lange Zeit, um wieder zur Ruhe zu kommen. Sie sollten deshalb die Flinte nicht direkt ins Korn werfen, sondern geduldig auf eine Verbesserung der Situation warten.